Stromhamster: Wie Verbraucher mehr Autarkie mit ihrer Solaranlage erreichen

Im Vergleich zum Vorjahr fällt das Interesse an Photovoltaikanlagen laut Bundesnetzagentur in den ersten vier Monaten des Jahres 2017 bereits um etwa 64 Prozent höher aus.  Dabei fragen sich viele Verbraucher, ob eine Solaranlage auf dem eigenen Dach aufgrund der sinkenden Einspeisevergütung noch rentabel ist.

Mit dem Einsatz eines Stromhamsters lässt sich diese Frage bejahen. Denn mit intelligenter Power-to-Heat-Technik erzielen Eigenheimbesitzer mehr Autarkie bei der eigenen Strom- und Wärmeversorgung. 


Was passiert bei PV-Anlagen ohne Stromhamster?

Aufgrund der immer weiter sinkenden Einspeisevergütung für Solarstrom, ist es für Besitzer von PV-Anlagen ökonomischer den erzeugten Strom auf dem Dach im eigenen Haushalt zu nutzen. Das Problem: Den größten Anteil des Stroms erzeugt die PV-Anlage tagsüber. Zu diesem Zeitpunkt sind Hausbewohner aufgrund von Arbeit, Schule oder Erledigungen in der Regel außer Haus. In der Folge steht mehr Strom bereit als aktuell nötig ist. Dieser bleibt ohne den Einsatz eines Stromhamsters ungenutzt. Denn er „hamstert“ den Überschuss an Solarstrom, bevor dieser ins Netz eingespeist wird und nutzt ihn zur Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung.  

 

Stromhamster sichert höhere Eigenverbrauchsquote

Siliziumzellen innerhalb der Solarmodule absorbieren das Sonnenlicht und erzeugen auf diese Weise kostenlosen Ökostrom. Diesen wandelt ein Wechselrichter um, sodass die erzeugten Strommengen für den Betrieb der Waschmaschine oder des Fernsehers zur Verfügung stehen. Dieser Vorgang ist bei jeder Photovoltaikanlage gegeben. Der eigentliche Clou beginnt mit dem Einsatz des Stromhamsters, dessen Bestandteile ein Energiemanager mit Online Monitoring, Sensortechnik und ausgefeilte Leistungselektronik sind. Auf diese Weise besteht für Hausbewohner die Möglichkeit den Verbrauch der Heizung zu steuern, sodass lediglich kostenloser Ökostrom verheizt wird und nicht etwa Netzstrom, der im Vergleich teurer ist. 

 

Was macht eigentlich der Energiemanager?

Energiemanager sorgen für die bedarfsgerechte und effiziente Aussteuerung zwischen erzeugten und verbrauchten Energiemengen. Denn sie erfassen diese Daten kontinuierlich und ermitteln auf dessen Grundlage den Strom- und Wärmebedarf. Der Energiemanager entscheidet immer zuverlässig, ob der Solarstrom der Heizungsanlage oder anderen Haushaltsgeräten zur Verfügung gestellt werden soll. Der Vorteil: Durch die stetige Aufzeichnung wichtiger Daten und Werte über den Stromhamster erhalten Hausbewohner Einblicke in das eigene Verbrauchsverhalten und können dieses optimieren.  

Energie für die Warmwasserbereitung nutzen 

 

Ermittelt der Energiemanager in der Mittagszeit über den Bedarf hinausgehende Strommengen leitet er diese über eine Power Unit zu einem Heizstab im Pufferspeicher oder einem Boiler. Beide erwärmen kaltes Wasser und unterstützen damit die Warmwasserbereitung und die Arbeit der eigenen Heizung. Wie das Zusammenspiel zwischen dem Stromhamster und Heizstab oder Boiler im Detail erfolgt lesen Sie hier

 

Auch Energiemanager und Wärmepumpe können miteinander kommunizieren

Sobald die PV-Anlage auf dem Dach Stromüberschüsse erzeugt, sendet der Energiemanager Signale an die Smart-Grid-Ready Schnittstelle an der Wärmepumpe. Smart Grid Ready steht dabei für einen Kommunikationsstandard, der eine Einbindung des Wärmeerzeugers in die intelligente Haustechnik ermöglicht. Viele neue Wärmepumpenmodelle sind mit einem Smart-Grid-Ready Standard ausgestattet. 

 

Aufgrund des vom Energiemanager signalisierten Energieüberschusses hebt die Wärmepumpe beispielsweise die Zieltemperatur an und schaltet sich für eine festgelegte Mindestlaufzeit ein. Sobald der Energiemanager der Wärmepumpe kein Signal für überschüssige Energiemengen mehr sendet, schaltet sich die Wärmepumpe für einen definierten Zeitraum ab, bevor sie erneut auf das Signal des Energiemanagers achtet. Dies geschieht in der Regel zum Schutz des Kompressors. Insgesamt werden damit die An- und Abschaltzeitpunkte des eigenen Wärmeerzeugers optimiert und dabei gleichzeitig Brennstoff- und Stromkosten eingespart. 

 

Weitere Informationen zur Kommunikation zwischen Wärmepumpe und PV-Anlage erhalten Sie auf diesem Blog.

 

Fazit

 

 Mit dem Einsatz eines Stromhamsters maximieren Hausbewohner den Eigenverbrauch an Solarstrom und haben so weniger teuren Strom vom öffentlichen Grundversorger zu beziehen. Daraus folgt eine höhere Autarkie, die nicht nur die Haushaltskasse, sondern auch die Umwelt schont. Durch eine am Stromhamster integrierte Schnittstelle mit dem Internet sind Verbraucher in der Lage jederzeit Einsicht in die eigenen Strom- und Wärmeverbräuche zu nehmen. Dies ermöglicht ein genaues Monitoring der gesamten PV-Anlage inklusive der Heizung und der Warmwasserbereitung. Da auf letztere etwa 80 Prozent des Energiebedarfs entfallen, ergibt sich für Bauherren und Eigenheimbesitzer großes Einsparpotenzial.